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Boofen in der Sächsischen Schweiz

Boofen in der Sächsischen Schweiz



Das Boofen, womit umgangssprachlich das freie Übernachten in der Natur gemeint ist, entstand im Zuge der Entwicklung des sächsischen Klettersports. Doch durch die Zahl der Besucher der Klettergebiete sah man sich mancherorts vor neue Probleme gestellt, die vor allem mit dem Erhalt der Natur zu tun haben.



Anfänge aus Notwendigkeit

Die Anfänge des Boofens sind wohl weniger in der romantischen Naturnähe, sondern in der Notwendigkeit von Bergsteigern zu suchen, einen vor der Witterung einigermaßen geschützten Übernachtungsplatz zu finden. Boofen, was sich aus dem Wort “pofen” für “tief und fest schlafen” abzuleiten schien, hat somit eine lange Tradition im Elbsandsteingebirge. Zahlreiche, an abenteuerlichsten Stellen errichtete Unterkünfte entstanden im Laufe der Jahrzehnte. Manche davon trugen so malerische Namen wie “Villa Fernblick”, “Siebenschläferboofe” oder “Villa Bärenhaut”.

Unterschlupf und Erlebnis Im Laufe der Jahrzehnte fanden sich nicht nur Kletterer, sondern auch verschiedenste andere Schutzsuchende in den Boofen ein. Die unzugänglichen Verstecke in den Wäldern und Bergen der Sächsischen Schweiz dienten Wehrdienstunwilligen in den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges ebenso als Unterschlupf wie dem deutschen Widerstand. Letzterer soll beispielsweise in der Höhle am Satanskopf Flugblätter und Schriften hergestellt haben. In noch früheren Zeiten sollen von manchen Stätten aus auch Überfälle auf die in der Nähe verlaufenden Handelswege durchgeführt worden sein.

Im Wandel der Zeit In den siebziger Jahren schien das Boofen plötzlich nicht mehr nur ausschließlich unter Kletterern, sondern auch weiten Teilen der Bevölkerung angesagt zu sein. Die Folgen davon kann man sich denken: zerstörte Natur rund um die Lagerstätten, Müllansammlung, Lärmbelästigung und Waldbrandgefahr durch sorglos unterhaltene Feuer. Das wiederrum führte zu den Anstrengungen einzelner Interessengruppen, das freie Übernachten einer gewissen Regulierung zu unterwerfen, um ein weiteres Ausufern der Zerstörung zu verhindern. Vor allem im Nationalpark Sächsische Schweiz entstanden besonders strikte Regeln, viele althergebrachte Boofen wurden geschlossen. Das Ganze gipfelte im Jahre 2000 in einem allgemeinen Feuerverbot beim Boofen. Gebooft werden darf außerdem nur noch an den dafür vorgesehenen Stellen. Mittlerweile haben sich die Fronten zwischen naturbewussten Kletterern und Nationalparkverwaltung wieder etwas aufgeweicht.



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