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Naturdenkmäler der Sächsischen Schweiz

Naturdenkmäler der Sächsischen Schweiz



Naturdenkmäler sind in der Sächsischen Schweiz reichlich vorhanden. Die bizarren, von der Erosion im Laufe der Jahrmillionen geschaffenen Felsenformationen besitzen auf viele Menschen eine solche Anziehungskraft, dass sie zum Teil unter Schutz gestellt werden mussten. So soll ihr Erhalt für die kommenden Generationen gesichert werden.



Die Barbarine

Die Barbarine ist eine der bekanntesten Felsformationen der Sächsischen Schweiz. Als Teil des Pfaffensteins, einem 428 Meter hohen Tafelberg, besteht sie aus einer markanten, 43 Meter hohen Felsnadel an dessen Südende. Im Jahre 1905 wurde sie ein erstes Mal von Bergsteigern erklommen und erreichte in den folgenden Jahrzehnten eine so große Popularität unter Kletterern, dass sie ab 1975 für deren Sport gesperrt werden musste – zu groß waren die Schäden und Gefahren durch die Erosion. Seither gilt der Felsen, der auch als Jungfernsteig bekannt ist, als geologisches Naturdenkmal. Wind und Wetter und Blitzeinschläge setzten dem Felsen in den letzten Jahren dermaßen zu, dass Sanierungsarbeiten nötig wurden, wollte man nicht Gefahr laufen, dieses Wahrzeichen der Region zu verlieren. Besonders die Gipfelspitze befindet sich derzeit noch in einem prekären Zustand.

Stolpener Basalt

Der Stolpener Basalt zog schon sehr früh und in einer Zeit, in der die Gegend der Sächsischen Schweiz als unzugängliche, unbebaubare Landschaft eher gemieden wurde, die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich. Kein geringerer als Georgius Agricola, der weltberühmte “Vater der Mineralogie”, erwähnte den Felsen in einer seiner Schriften aus dem Jahre 1546. Zugleich gilt dieses Basaltvorkommen als das erste seiner Art, welches schriftlich erwähnt wurde. Auch Goethe, bekanntlich auf dem Gebiet der Mineralogie sehr beschlagen, besuchte den Felsen ein paar Jahrhunderte darauf. Pragmatischer waren die Erbauer der Burg Stolpen: sie integrierten die senkrecht aufragenden Basaltpfeiler teilweise in den Bau ihres Gemäuers. Lange Zeit war die Entstehung der Basaltfelsen unter wissenschaftlern ein Objekt leidenschaftlicher Auseinandersetzung, bis sich im 19. Jahrhundert die Theorie des vulkanischen Ursprungs des Basalts durchgesetzt hatte.

Prebischtor

Ein weiteres Naturdenkmal von großer Anziehungskraft und Motiv zahlreicher Fotografien ist das Prebischtor. Auch hier wartet das Elbsandsteingebirge wieder mit einem Superlativ auf: dieses Felsentor mit einer Spannweite von über 26 Metern und eine Höhe von rund 16 Metern ist das größte seiner Art in Europa! Ein Hotel, bereits im Jahre 1881 erbaut, steht unmittelbar am Fusse des Tores. Ein weiteres Felsenloch, das “kleine Prebischtor”, befindet sich ebenfalls ins der Nähe.



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